Initiative Maradi

Das Sozialprojekt „Initiative Maradi“ in Niger, Westafrika

Seit 2006 läuft ein von der afrikanischen katholischen Ordensschwester Marie Catherine Kingbo, gegründetes und, im Rahmen einer eigens von ihr 2006 gegründeten religiösen Gemeinschaft geleitetes Sozialprojekt in der Republik Niger, Westafrika: jungen Menschen in Dörfern um die im Süden gelegene Stadt Maradi soll durch ein Reihe von Maßnahmen geholfen werden, ihr Leben besser als bisher zu meistern. Dazu gehören vor allem die in diesen Dörfern, die meist mehrere tausend Bewohner haben, regelmäßig abgehaltenen Seminare über Eheleben, Familienplanung, Sauberkeit, Ernährung, Hygiene und Säuglingspflege wie auch das Lehren von handwerklichen Tätigkeiten (Tischlern, Schneidern, Stoffe Färben etc.). Auch die Vergabe von Mikrokrediten zum Erlernen des Wirtschaftens mit eigenem Geld stellt in diesem Zusammenhang eine bedeutsame Maßnahme dar. Da das Land regelmäßig bei Ausbleiben von Niederschlag von Hungersnot heimgesucht wird, gehört auch die Ausgabe von Kleinkindernahrung in solchen Zeiten zu den ganz wichtigen Projekten des Ordens. Hunger und Not sind es vor allem, die junge Burschen und Mädchen, oft bereits mit Kindern, durch kleinkriminelle Handlungen sehr früh schon straffällig werden lassen. Auch hier sehen die Schwestern der Gemeinschaft eine Aufgabe in der Betreuung solcher in Haft befindlicher Jugendlicher durch Schulungskurse zum Erlernen von handwerklichen Tätigkeiten.

Ein großes Ziel von Mutter Marie Catherine ist es, in den nächsten zwei bis drei Jahren am Stadtrand von Maradi eine Schule samt angeschlossenem Internat zu errichten, in der neben den allgemeinen schulischen Themen auch die oben erwähnten Kenntnisse gelehrt werden sollen. Das dazu notwendige Grundstück ist bereits erworben.

Die oben erwähnte kleine Klostergemeinschaft „Fraternité des Servantes du Christ“ umfasst bereits 17 Personen und will zügig weiter wachsen. Ihre Tätigkeit wird von der ländlichen Bevölkerung hoch geschätzt, was auch auf die Dorfältesten und die religiösen Führer, die Imame, zutrifft.

Eine ausführliche Darstellung der Aktivitäten der Gruppe um Mutter Marie Catherine finden sie unter „Projektdarstellung“.

Die Finanzierung der Tätigkeiten von Mutter Marie Catherine erfolgt überwiegend durch Spenden von Freunden aus Belgien, Italien, Frankreich und Österreich. Dort ist unter anderem der Verein „Initiative zur Förderung junger Menschen im Niger“ mit Sitz in Wien für die Aufbringung von Spenden tätig. Er arbeitet eng mit der international tätigen Organisation von Rotary zusammen.

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