Projektdarstellung

„Initiative Maradi: Bildung schaffen, Zukunft bauen!“
Das Sozialprojekt von Mutter Marie Catherine Kingbo
Fraternité des Servantes du Christ, Maradi, Republik Niger, Westafrika

Zielsetzung des von Mutter Marie Catherine Kingbo ins Leben gerufenen Sozialprojekts “Initiative Maradi” ist es, der ländlichen Jugend der Provinz Maradi, ganz im Süden der Republik Niger, den Weg zu einer besseren Zukunft mit „Hilfe zur Selbsthilfe“ durch Bildung und Erziehung ermöglichen. Unser Verein will mithelfen, dieser Jugend Selbstvertrauen und Mut durch geeignete Ausbildungsprogramme zu geben, um ihnen eine Perspektive und Zukunft in ihrem Land und Kulturkreis zu ermöglichen. Weiters will unser Verein junge Frauen in ihrem schwierigen Dasein unterstützen und Wissen vermitteln.
Das vermittelte Wissen ist eine nachhaltige Investition in die Zukunft dieser jungen Menschen. Die dadurch gewonnenen Kenntnisse sind eine bleibende Bereicherung für das tägliche Leben jedes Teilnehmers dieser Ausbildungsprogramme.

Die Idee von Mutter Marie Catherine ist einfach und direkt: Gehe als Freund zu den Leuten in deinem Lebensumfeld und sei dort vor Ort Ansprechpartner für ihre Sorgen, Ängste und Probleme. Biete ihnen Hilfe zur Selbsthilfe durch:

A. Maßgeschneiderte Ausbildungsprogramme helfen der jungen Bevölkerung von 17 Großdörfern um Maradi, ihren Alltag besser zu meistern. Diese Programme umfassen:

1) Schulung von Jugendlichen, wie das tägliche Leben in ihrem Umfeld besser organisiert werden kann. Schwerpunkte sind dabei folgende Themen: Ehe und Familienplanung, Hygiene; Pflege von Babies, Kindern und Alten der lokalen Gemeinschaften; Respekt vor den Mitmenschen; Haushaltsführung.

2) Unterricht in handwerklichen Tätigkeiten, die junge Frauen im Haushalt benötigen: Färben von Stoffen, Schneiderei, Herstellung einfacher Salben und ähnliches. Die erlernten Fähigkeiten dienen oft auch als Basis für kleine Geschäftsaktivitäten.

3) Vergabe von Mikrokrediten zum Weg in die berufliche Selbständigkeit: An dem Mikrokreditprogramm nehmen derzeit bereits über 750 junge Frauen teil. Mit einem Startkapital von jeweils EUR 23.- können selbständig kleine Geschäfte abgewickelt werden. Die aus den erwirtschafteten Erträgen geforderte Rückzahlung des Startkapitals erfolgt pünktlich nach sechs Monaten; der rückbezahlte Betrag wird dann, erhöht um EUR 8.- als zusätzlicher Mikrokredit den Frauen wieder zur Verfügung gestellt. Ziel des Programmes ist das Erlernen des Wirtschaftens mit eigenem Geld.

4) Errichtung und Führung einer Schule: Dieses in Entwicklung befindliche Programm ist einer der zukünftigen Schwerpunkte der Tätigkeit von Mutter Marie Catherine. Es wird eine am Stadtrand von Maradi zu errichtende Grundschule für junge Mädchen mit angeschlossenem Internat beinhalten.

5) Ernährung und medizinische Betreuung in einem Mutter-Kind-Zentrum: In diesem Zentrum wird mehrmals wöchentlich kostenlose Nahrung an Babys und Kleinkinder, aber auch an deren Mütter ausgegeben. Diese Aktivität ist von der Bevölkerung hochgeschätzt und der Andrang ist jedes Mal gewaltig groß. Es wird auch eine einfache medizinische Betreuung von Kleinkindern vorgenommen, wobei auch Medikamente ausgegeben wird.

6) Bildungswochenende mit Hebammen: In kleinen Gruppen werden Hebammen aus den Dörfern um Maradi mit den Grundbegriffen von Geburten- und Säuglingshygiene vertraut gemacht, aber auch mit Familienplanung und mit Grundsätzen einer verantwortungsbewussten Partnerschaft in der Ehe.

7) Führung eines Getreidespeichers: Um eine Grundernährung für Kinder auch in Krisenzeiten zu sichern, wurde ein Getreidespeicher errichtet, der kurz nach der jeweiligen Ernte, wo die Getreidepreise niedrig sind, aufgefüllt wird. Beim Steigen der Getreidepreise wird das Getreide zu niedrigen Einkaufspreis an junge Mütter abgeben.

8) Resozialisierung von Jugendlichen, die vor dem Hintergrund von Armut und Hunger kleinkriminelle Taten wie Nahrungsmitteldiebstahl und ähnliche Delikte begangen haben und allein deshalb zu Gefängnisstrafen verurteilt wurden. Das Programm „Ausbildung statt Gefängnis“ nutzt für diese klein-kriminellen Jugendlichen, die ansonsten jegliche Chance auf eine positive Zukunft verloren hätten, die Zeit ihrer Haft zur Ausbildung. Junge Burschen lernen dabei durch gelernte Tischler das Tischlerhandwerk. Junge Frauen lernen durch eine Schwester der Gemeinschaft Nähen, Stricken, Stoffe färben u.ä. Die Gemeinschaft übernimmt dabei die Kosten des Lehrers, der Werkzeuge und des Materials.

B. Einzigartigkeit der Aktivitäten von Mutter Marie-Catherine: Aufgrund ihrer selbstlosen und erfolgrei-chen Hilfe ist Mutter Marie-Catherine trotz ihrer christlichen Religion bei der Bevölkerung, den Dorfältesten und lokalen religiösen Führern, den Imamen, hoch angesehen. Die Aktivitäten von Mutter Marie Catherine sind in ihrer Art für den Niger einzigartig: sie nimmt sich der vielschichtigen Probleme der Jugend im ländlichen Raum vor Ort an und konzentriert sich auf das Wichtigste: die Ausbildung dieser jungen Menschen

C. Die Finanzierung der Programme der „Initiative Maradi“: Die Finanzierung der Programme erfolgt zum größten Teil durch private Spenden und Spenden der päpstlichen Missionswerke „Missio“. Auch das Welternährungsprogramm der UNO stellt Nahrungsmittel zur Verfügung. Jedoch ist das Spendenaufkommen unregelmäßig und nicht ausreichend, um den dringendsten Mittelbedarf zu decken. Mutter Marie Catherine sucht daher mit viel Energie großzügige Spender, die bereit sind, durch eine ihren finanziellen Möglichkeiten entsprechende Spende ihre Projekte zu unterstützen

D. Der langjährige Kontakt von Mutter Marie Catherine zu Österreich: Vor rund 25 Jahren entstand durch Christine Hofinger, Französischdolmetscherin für die Caritas Innsbruck, der Kontakt von Mutter Marie-Catherine nach Österreich. Von Anfang an wurde die „Gemeinschaft der Dienerinnen Christi“ seitens der Familie Hofinger und Förderern (Verwandte und Freunde) finanziell unterstützt. Durch deren engen persönlichen Kontakt zu Mutter Marie Catherine besteht eine große persönliche Freundschaft zwischen ihr und der österreichischen Gruppe und deren volles Vertrauen in die Sinnhaftigkeit des Sozialprojekts aber auch in die Fähigkeit von Mutter Catherine, ein solches großes Werk optimal zu führen.

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Der Verein „Initiative zur Förderung junger Menschen im Niger“ wurde im Februar 2011 zum Zweck des Fund Raising für dieses Sozialprojekt von Hans Rutkowski und anderen Mitgliedern des Rotary Club Wien Stadtpark gegründet. Er ist im österreichischen Vereinsregister eingetragen.

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