Marie Catherine Kingbo

Mutter Marie Catherine Kingbo ist die Initiatorin des Sozialprojektes „Initiative Maradi“ und gleichzeitig Gründerin und Leiterin der „Fraternité des Servantes du Christ“ in Maradi, Niger

Marie Catherine Kingbo wurde 1953 in Guinguinéo, Senegal, geboren und wuchs in einem christlich geprägten Umfeld auf. Sie besuchte nach der Volksschule das Lycée (Gymnasium), schloss dieses 1970 mit Erfolg ab. Danach begann sie ihre Tätigkeit als Sekretärin in der in Dakar angesiedelten Generaldirektion der Agentur der Afrikanischen Flugsicherheits-behörde. Schon früh engagierte sich Marie Catherine in Kirche und Gesellschaft: Als Landesleiterin der christlichen Arbeiterjugend Senegals, setzte sich für benachteiligte Frauen und Mädchen ein und organisierte Alphabetisierungs-Kurse für Erwachsene.

1976 trat Marie Catherine in den katholischen Frauenorden „Filles du Saint Coeur de Marie“ ein, wo sie 1978 das Ordensgelübde ablegte. Schon bald übernahm sie verantwortungsvolle Aufgaben, wie etwa die Ausbildung der jungen Schwestern, und wurde deshalb 1981- 1983 zu einer Ausbildung für seelsorgliche Berufe („Pastoral“ und „Katechese“) an das katholische Bildungsinstitut „Lumen Vitae“ nach Löwen in Belgien entsandt.

Ihr Organisationstalent und ihr Engagement innerhalb des Ordens führten dazu dass man Marie Catherine 1988 zur Generaloberin ihres Ordens wählte.

1990 wurde sie in Personalunion mit ihrer Tätigkeit für ihren Orden zur „Präsidentin der Union der Generaloberinnen Senegals“ gewählt und 1995 zur „Vizepräsidentin der Union der autochthonen Generaloberinnen in Westafrika“. 2000 ernannte man sie zur Ehrenpräsidentin der «Vereinigung der Generaloberinnen des frankophonen Afrikas und Madagaskars»

Als ihr Mandat als Oberin nach 12 Jahren endete, wollte sie ihr Wissen und ihren Glauben weiter vertiefen. Ein Stipendium von „Misereor“, dem großen deutschen Entwicklungs-hilfswerk, machte es ihr möglich, 2001 an der Jesuitenuniversität von Paris mit dem Studium der Theologie zu beginnen, das sie 2005 mit ihrer Diplomarbeit zum Thema: „Tradition und Frau in Afrika“ abschloss.

Im November 2010 legten die ersten fünf Schwestern ihre Gelübde ab. Heute umfasst die junge Kongregation neben Mutter Marie Catherine als Oberin und diesen fünf Schwestern zusätzlich sechs Novizinnen und sieben Postulantinnen aus sechs verschiedenen Ländern Afrikas, insgesamt also 17 Personen. Marie Catherine Kingbo wusste, was Armut, insbesondere Frauenarmut, in Afrika bedeutet. Sie wollte den wirklich Armen beistehen, überlegte lange wo und wie, und wurde schließlich vom Bischof der neugegründeten Diözese Maradi ins Land Niger gebeten, um in seiner Diözese einen Frauenorden aufzubauen. Am 22. Oktober 2006 kam es zur Gründung der erbetenen diözesanen Kongregation «FRATERNITE DES SERVANTES DU CHRIST», die sogleich mit ihrem sozialen Einsatz in den Dörfern rund um Maradi begann, finanziell unterstützt von Freunden aus Belgien, Frankreich und Österreich.

Eine Darstellung dessen, was dieser junge Orden für Frauen, Kinder, junge Menschen und Familien leistet, ist eindrucksvoll. Sie finden sie ausführlich im Kapitel „Projektdarstellung“.

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